Am gestrigen Abend ging es für die deutsche Damen-Nationalmannschaft einmal mehr um die Qualifikation zur Europameisterschaft 2019 in Serbien und Lettland. Das Team von Bundestrainer Hermann Paar, das erneut auf die am Knöchel verletzte Sonja Greinacher verzichten musste, unterlag den favorisierten Tschechinnen trotz starker zweiter Halbzeit mit 67:82 (10:19, 13:19, 23:22, 21:22). Die meisten deutschen Punkte gingen auf das Konto von Svenja Greunke (BC pharmaserv Marburg) und Finja Schaake (BC pharmaserv Marburg), die beide jeweils 14 Punkte erzielten.

Paar vertraute in der Startformation zunächst einem Großteil der Akteurinnen aus dem Spiel vom Wochenende gegen die Schweiz. So betraten Levke Brodersen, Svenja Brunckhorst, Finja Schaake und Marie Bertholdt als erstes das Prager Parkett. Lediglich Svenja Greunke rutschte in die Starting-Five, die Nadjeschda Ilmberger ersetzte.

Die Startphase gehörte eindeutig den Gastgeberinnen. Tschechien kam gleich durch ein Foul beim erfolgreichen Dreipunktwurf von Hanusova samt zwei verwandelter Freiwürfe zur schnellen komfortablen Führung (0:5, 2.). Diese bauten die Tschechin mittels weiterem Freiwurf weiter aus. Nach erfolgreichem Ballgewinn von Bertholdt kam Greunke dann zu den ersten deutschen Punkten (2:6, 3.). Dies schien Wirkung zu zeigen. Die DBB-Damen versuchten in der Folge Druck auf den Gegner auszuüben und kamen als Belohnung durch vier Schaake-Punkte wieder heran (6:8, 5.). Nun war es Hanusova, die bereits mit neun Punkten nach fünf Minuten für die erneut Vergrößerung der Führung sorgte (6:11). Hejdova und Vaughn legten noch weitere Zähler drauf, so dass Deutschland aufpassen musste, nicht den Anschluss zu verlieren (6:15, 6.). Die nächsten Minuten blieben dann ereignislos ehe Brunckhorst für das 8:15 sorgte (7.). Mit zwei Zählern von Elhotova endete das Startviertel beim Stand von 10:19.

Die ersten Punkte nach der Viertelpause kamen dann von Deutschland. Finja Schaake war bei einem Drive unterm Korb erfolgreich (12:19). Diese Spielphase war nun ausgeglichener. Nach Vaughn-Punkten traf auch Ilmberger (14:21, 12.). Die Tabellenführer profitierten von einigen Ballverlusten der Deutschen, wussten diese jedoch nicht entscheidend zu nutzen, was den tschechischen Coach zur ersten Auszeit veranlasste. Beide Teams taten sich nun in der Offense schwer und so war es einzig Elhatova, die sich mit vier Punkten in den Statistikbogen eintragen lassen konnte (14:25, 14.). Knapp vier Minuten mussten nun die ING-DiBa-Korbjägerinnen auf den nächsten Punkt warten und so mit ansehen, wie die Kontrahentinnen weiter wegzogen (14:28, 15.). Bertholdt unterbrach die tschechische Punktejagd nur kurz (16:28). Beim 16:30 (16.) nahm Paar folgerichtig seine erste Auszeit. Auch wenn Bertholdt einige wichtige Punkte setzte, änderte sich nicht viel am Spielverlauf. So ging es beim Stand von 23:38 in die Katakomben.

Wie die erste Halbzeit startete auch die zweite mit Punkten für die Hausherrinnen (23:40). Doch Brodersen war mit ihrem Jump Shot im Gegenzug ebenfalls erfolgreich und so war der alte Abstand wieder hergestellt (25:40, 21.). Die gleiche Punktefolge ließ sich wenig später erneut beobachten. Erst traf Hejdova, dann Brodersen (27:43, 22.). Tschechien ging nun auf eine Vollfeldpresse und erzwang sich so die nächsten Ballgewinne. Das Resultat – ein wachsender Vorsprung (29:52, 23.). Paar beorderte seine Damen daraufhin zur Bank zurück. Nun folgte die stärkste DBB-Phase des Spiels. Ein Distanztreffer von Greunke, sowie zwei weitere Punkte der Marburgerin und zwei von Ilmberger drückten den Rückstand wieder auf unter 20 Punkte (36:55, 26.). Die DBB-Akteurinnen nutzten das scheinbar wieder gewonnene Selbstvertrauen zu zwei weiteren Zählern durch Ilmberger, die sich zunächst den Rebound schnappte und dann den Korbleger erfolgreich wagte (38:55, 27.). Spätestens mit dem Zweier von Greunke zum 40:55 (28.) waren die Gegnerinnen scheinbar überrascht. Der schwarz-rot-goldene Lauf hielt weiter an und so zog Schaake mit Erfolg zum Korb (42:55, 28.). Die tschechische Offense nun wie abgemeldet, machte erst in der 29. Minute wieder Punkte und beendete so den 13:3-Lauf des Paar-Teams. Den Schlusspunkt eines spannenden dritten Viertels setzte dann der Dreier von Elhotova wenige Sekunden vor dem Ende (46:60).

Den einzigen Punkt in der Startminute des Schlussabschnitts markierte Greunke von der Linie (47:60). Diesen konterte die gegnerische Dreier-Expertin Hanusova, die gefolgt von Ilmberger traf (49:63, 32.). Brezinovas And-One tat nun der deutschen Auswahl richtig weh (49:66, 33.). Brodersen verkürzte wieder aus der Halbdistanz (51:66) gefolgt von einem weiteren Layup durch Schaake (53:67, 34.). Brezinova verhinderte jedoch, dass der Vorsprung weiter schmolz (53:69). Ein sehenswerter Fastbreak, eingeleitet mit einem Pass über das ganze Feld von Elhotova, schloss Bartakova mit dem 53:71 (36.) ab. Das veranlasste die Adlerträgerinnen allerdings nicht dazu, aufzugeben. Brunckhorst von der Linie und Schaake aus der Halbdistanz sorgten wieder für den Anschluss (57:71, 36.). Ilmberger, Wagner und Schaake konnten am Ende nur noch für kosmetische Korrekturen sorgen, so dass sich Deutschland am Ende, trotz starker zweiter Halbzeit, mit 67:82 geschlagen geben musste.

„Ich muss unseren Spielerinnen ein riesen Lob aussprechen. Das war heute unser bestes Spiel bisher. Trotz der Niederlage hat das Team Charakter bewiesen und gezeigt, dass sie will. In der zweiten Halbzeit haben wir auf gleichem Level wie die Tschechinnen in fremder Halle agiert, was die tolle Entwicklung, die diese Mannschaft nimmt, bestätigt“, so ein sehr zufriedener DBB-Bundestrainer Hermann Paar.

Für Deutschland spielten:
Alexandra Wilke (BC pharmaserv Marburg, dnp), Marie Bertholdt (BC pharmaserv Marburg, 6), Paulina Körner (BC Winterthur/Schweiz), Finja Schaake (BC pharmaserv Marburg, 14), Inken Henningsen (GISA LIONS SV Halle, dnp), Stephanie Wagner (BC pharmaserv Marburg, 3), Svenja Greunke (BC pharmaserv Marburg, 14), Anne Zipser (AXSE BasCats USC Heidelberg, dnp), Nadjeschda Ilmberger (TV Saarlouis Royals, 12), Svenja Brunckhorst (CAP – Cavigal Nice Basket 06/Frankreich, 12), Levke Brodersen (TV Saarlouis Royals, 6), Stefanie Grigoleit (TK Hannover).

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