„Hessen-Boys“ holen den Turniersieg

"Alle Jahre wieder" präsentierten sich im Olympiastützunkt Heidelberg vom 30.09.-02.10.2018 die talentiertesten Youngster Deutschlands den beobachtenden Bundestrainern, die anschließend erste Kader für die neu zu bildenden U16-Nationalmannschaften nominierten. Mit riesiger Motivation waren die jungen Korbjägerinnen (Jg. 2003 und jünger) und Korbjäger (Jg. 2004 und jünger) dabei, denn alle wollten sie gerne am Schlusstag bei der Nominierung ihren Namen hören.

Der weiblichen Hessenkader hatte bereits vor dem Sichtungsturnier mit Verletzungsproblemen zu kämpfen und musste auf drei seiner Leistungsträgerinnen verzichten. Landestrainer Eberhard Spissinger nutzte die Gelegenheit und nominierte gleich 5 Spielerinnen des jüngeren Jahrganges 2004 für das Event, um diesen bereits Erfahrung für das kommende Jahr zu geben.

Die "Hessen-Girls" hatten große Probleme in das Turnier zu kommen und starteten mit drei Niederlagen gegen den späteren Finalteilnehmer Bayern (67:37), die Mitteldeutsche Auswahl (40:59) und Niedersachsen (35:55). "Auch wenn wir unseren Gegnerinnen körperlich unterlegen waren, waren wir mit den gezeigten Leistungen in der Vorrunde nicht zufrieden. Lediglich der Kampfgeist stimmte, doch die Niederlagen sind definitiv zu hoch ausgefallen", so Landestrainer Ebi Spissinger.

Ganz anders hingegen die "Hessen-Boys": Mit zwei erfolgreichen Spielen gegen die SG Nord (36:40) und den Berliner Basketball Verband (45:42) qualifizierte sich das Team von Landestrainer Reiner Chromik bereits vorzeitig für die Endrunde. Einziger Dämpfer war die Niederlage im dritten Vorrundenspiel gegen die SG Südwest (42:50). Somit zog das Hessen Team als zweitplatzierter ins Halbfinale ein, wo bereits der WBV wartetet.

Da nach zwei Turniertagen noch keine HBV-Athletin auf der Nominierungsliste notiert war, musste eine erhebliche Leistungssteigerung in der Platzierungsrunde die Wende bringen Kein leichtes Unterfangen,
da sich mit Klara Römer (TSV Grünberg) und Julia Weiland (TV Hofheim) zwei weitere Spielerinnen verletzten und nicht mehr eingesetzt werden konnten.

Im ersten Spiel um die Plätze 5-8, traf man auf die Norddeutsche Auswahl, gegen die man sich vor zwei Wochen beim Landesverbandsturnier in Alsfeld geschlagen geben musste. Die "Hessen-Girls" präsentierten sich dennoch hochmotiviert und voller Siegeswille. Eine Einstellung die belohnt wurde: Das HBV-Team zeigte gegen die "Norddeutschen" seine beste Turnierleistung und führte bereits zur Pause mit 38:27. Gegen Ende der Partie ließen die Kräfte nach, die Hamburgerinnen punkteten durch erfolgreiche 1gegen1-Situationen und schafften drei Minuten vor Spielende gar den 50:50-Ausgleich. Die Hessinnen konterten jedoch erfolgreich und belohnten sich mit einem verdienten 55:5o Sieg. "Trotz der personellen Notlage hat unser Team Charakter gezeigt und alle Spielerinnen konnte ihr Leistungspotenzial abrufen. Die Mannschaft hat uns heute stolz", so der Kommentar von Landestrainer Spissinger nach dem Erfolg.
Im letzten Spiel gegen die Mitteldeutsche Auswahl waren die "Hessen-Girls" mental und vor allem körperlich "platt" und mussten, wie bereits in der Vorrunde, eine klare Niederlage (37:60) hinnehmen.
Somit landete der HBV-Kader am Ende auf dem 6. Rang. Das Endspiel bei den Mädchen gewannen die überragenden Berlinerinnen klar mit 41:26 gegen Bayern.

Die guten Leistungen aus der Vorrunde der Jungs sollten jedoch bestätigt werden. So schlug das HBV-Team im Halbfinale den klar favorisierten WBV mit 54:46 und zog ins Finale ein. Hier kam es zum erneuten Duell gegen die SG Südwest. In einem mehr als spannenden und dramatischen Spiel zugleich, setzte sich die HBV Auswahl letztlich knapp mit 42:41 durch und ging als Sieger des Bundesjugendlagers 2018 hervor. Ein sensationelles Ergebnis für die HBV-Auswahl. „Keiner hatte uns auf der Rechnung und den Vorteil haben wir begnadet ausgespielt," äußerte sich der erfreuter Landestrainer Reiner Chromik nach dem Sieg im Finale.

Nominierungsergebnis:
Zum Auftakt- und Nominierungslehrgang der U16-Nationalmannschaft (13.- 17.12.2018 in Bad Blankenburg) wurden insgesamt 30 Spielerinnen (alle Jahrgang 2003) eingeladen.
Darunter mit Hanna Bonacker (BC Marburg) und Louisa Groth (TV Hofheim) zwei hessische Athletinnen. Darüber hinaus erhielten 12 Spielerinnen des Jahrganges 2004 eine Einladung zum internationalen U15-Turnier in Bourges/Frankreich (14.-16.12.2018). Unsere beiden HBV-Spielerinnen Akosua Ahmed (Eintracht Frankfurt) und Ilinca Secuianu (TSV Grünberg) werden dort ihre ersten Länderspiele für Deutschland bestreiten. Auf die Ersatzliste schaffte es Linn Villwock (TSV Grünberg).
 
Fazit vom Landestrainer der Mädchen, Ebi Spissinger: „Uns war durchaus bewusst, dass wir mit dem Jahrgang 2003 spielerisch nicht so stark besetzt waren, wie in den vergangenen Jahren. Wir haben versucht unsere athletischen Nachteile mit viel Kampf und Teamspirit zu kompensieren und dies ist uns auch gelungen. Vier Nominierungen sind ein gutes Ergebnis und entspricht unseren Erwartungen. Leider hat das Verletzungspech ein noch besseres Sichtungs- und Turnierergebnis
verhindert."

Bei den "Hessen-Boys" haben sich gleich 5 Spieler für das DBB-Leistungscamp qualifizieren können: Lucas Deetjen (TV Hofheim/SG Südhessen), Jamaal Phatty, Joshua Bonga, Lukas Gierlinski (alle drei Fraport Skyliners/Eintracht Frankfurt), und Tom Metzelthin (SV Dreieichenhain/SG Südhessen), dürfen sich über eine Nominierung zum Leistungscamp des DBB freuen.

Fazit von Landestrainer der Jungs, Reiner Chromik: „Das jetzige Sichtungsergebnis ist absolut top, das nützt aber nichts, wenn die Jungs den Sprung in die U16-Nationalmannschaft im nächsten Jahr nicht schaffen, jetzt geht die Arbeit erst richtig los"


Für die "Hessen-Girls" spielten: Marnie Reimann (Eintracht Frankfurt), Linn Villwock (TSV Grünberg), Monika Crnjac (Eintracht Frankfurt), Ilinca Secuianu (TSV Grünberg), Anna Lena Rauchel (BC Marburg), Julia Weiland (TV Hofheim), Hanna Bonacker (BC Marburg), Klara Römer (TSV Grünberg), Akosua Ahmed (Eintracht Frankurt), Marlen Weber (TV Hofheim), Nafsika Valiano (SG Weiterstadt), Emma Veysset (TV Hofheim) und Louisa Groth (TV Hofheim). Betreuerteam: Landestrainer Ebi Spissinger, Co-Trainer Rolf Weidemann, Hannah Zimmermann (Physio)

Für die "Hessen-Boys" spielten: Tom Metzelthin (SV Dreieichenhain/SG Südhessen), Tristan Göbel (LICH Basketball/BBA Giessen), Lukas Gierlinski (Eintracht Frankfurt/Fraport Skyliners), Jamaal Phatty (Fraport Skyliners/Eintracht Frankfurt), Lucas Deetjen (TV Hofheim/SG Südhessen), Rasmus Nüchter (Fraport Skyliners), Joshua Bonga (Fraport Skyliners/Eintracht Frankfurt), Oskar Rose (Eintracht Frankfurt/Fraport Skyliners),
Max Noltensmeyer (TV Hofheim/SG Südhessen), Marc Crouzier (HTG Bad Homburg) und Liam Wefing (Eintracht Frankfurt/Fraport Skyliners). Betreuerteam: Alessa Schwarting (Physiotherapeutin), Amci Terzic (Assistent), Reiner Chromik (Landestrainer) und Klaus Erzgräber (KG)

Fotos: Eberhard Spissinger
Bericht: Christopher Göbel

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